Wildrezepte:

Hirschfilet mit Cognac-Pfeffer-Sosse

Gefüllter Fasan

Rehfiletscheiben auf Toast

Hirschbraten mit Blaukraut und Knödeln

Deftiger Hirschpfeffer

Kartoffelsuppe mit Wildfleisch-Streifen 

Wissenswertes über Wildfleisch (3) (2) (1)
Hase, Wildenten und Fasan

Außer Reh, Hirsch und Schwarzwild bekommt auch immer wieder ganze Hasen oder diverses Geflügel, wie
z. B. Fasanen oder Enten angeboten.


Hase

Hasen müssen frisch ausgeweidet sein und dürfen keine grünliche Bauchlappen haben. Sie haben dunkles, rotbraunes Wildbret, das feinfaserig, saftig und im Geschmack sehr würzig ist. Man sollte alles sichtbare Fett entfernen.

Die besten Stücke des Hasen sind Rücken und Keulen und können separat zubereitet werden. Das Fleisch gebratener oder geschmorter Hasenkeulen schmeckt auch kalt vorzüglich. Mal was anderes: Keulen oder Rücken mit Rosinen oder Pistazien spicken... Die übrigen, geringwertigen Stücke, wie Hals und Vorderläufe mit

Schultern und Bauchlappen werden zusammen mit den Innereien zu Ragout oder Hasenpfeffer verarbeitet. Kleine Hasen kann man durchaus auch im Ganzen braten, wobei man den Rücken ca. 30 Min. der Garzeit mit Alufolie abdecken oder in einem Schmortopf später zugeben sollte.

Wildenten
In der Regel wird man Stockenten vom Jäger bekommen, da die kleineren jagdbaren Arten eher selten sind. Ältere Enten (und Meeresenten) können einen tranigen Geschmack haben. Zur Probe streicht man mit der Hand gegen das Gefieder; riecht die Hand dann tranig, häutet man die Tiere am besten ganz ab und entfernt alles noch sichtbare Fett sorgfältig. Eine gute Empfehlung ist in diesem Fall, die Ente vorzukochen, vom Sud bedeckt erkalten zu lassen und anschließend erst zu braten (gilt auch für ältere Enten). Vögel bis zu einem Jahr haben orange-gelbe Schwimmhäute, ältere orange-rote. Muss man sie noch rupfen, geht es einfacher, wenn man sie zuerst mit heißem Wasser überbrüht und die Federn mit einem kräftigen Ruck gegen die Wuchsrichtung aus der Haut zieht. Die übrigen kleinen Hautfedern sollten abgesengt werden.
Das Fleisch von Wildenten ist dunkelrot, saftig und aromatisch, die Haut schimmert bläulich. Sehr empfehlenswert (übrigens für alles Wildgeflügel): mit der Niedertemperaturmethode zubereiten.

Fasan
Für die Vor- und Zubereitung gilt grundsätzlich das gleiche wie für Wildenten. Das Alter der Hähne erkennt man an dem rückseitigem Sporn oberhalb der Zehen. Im ersten Lebensjahr ist er nur 3-5 mm lang und wächst mit zunehmenden Alter weiter. Das Fleisch ist relativ hell und langfaserig. Ein Tipp: vor der Zubereitung in die Bauchhöhle riechen. Duftet es unangenehm, stickig und dumpf, wurde der Vogel nicht sauber ausgeweidet. Man sollte ihn dann nicht zubereiten, sondern reklamieren...

Beilagen:
Hier gilt: erlaubt ist, was gefällt - solange es mit dem Wildgericht geschmacklich harmoniert. Beilagen sollten nicht dominieren.
Klassisch sind Semmelknödel, Kartoffelklöße roh oder gekocht, Kartoffelkroketten oder Nudeln, Apfel-Rotkraut, Rosenkohl, Maronen, Äpfel, Birnen, Weintrauben, Hagebutten, Preiselbeeren und natürlich Pilze.
Aber man kann durchaus auch mal mit Kartoffelgratin, Polenta, Reis oder Kartoffelpüree experimentieren. Immer öfter werden auch nicht heimische Früchte verwendet, wie z.B. Orangen, Feigen, Ananas, oder ähnliches...

 

 

 


Übersicht

 

 


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