R A B A C

RABAC, Stadt, Hafen und Fremdenverkehrsort an der Südostküste Istriens, 5 km südöstlich von Labin; 1373 Einw. Der Ort liegt vor der Meerenge Vela vrata, dem Haupteingang in die Bucht von Rijeka, gegenüber der Insel Cres und unterhalb von Labin. Die gleichnamige Bucht ist der untere versunkene Teil eines Tals, durch das ein Bach aus dem Podlabin fließt. Der Hafen kann auch größeren Schiffen Schutz bieten; er ist südöstlichen und südwestlichen Winden ausgesetzt. Die Bora ist mäßig. Der nordwestliche Teil des Hafens ist wegen den Anschwemmungen des Baches Rabac schlammig. Die Meerestiefe beträgt am Pier um 4,5 m und längs des Kais 3–3,5 m.

Die Kapelle St. Andreas hat einen einfachen rechteckigen Grundriß, das Portal und die Fenster weisen gotische Merkmale auf. Aus der Kapelle stammt die gotische Holzstatue des hl. Andreas aus der ersten Hälfte des 15. Jh. (im Bischofspalais in PoreC).

Dieses renommierte Fremdenverkehrszentrum an der Ostküste Istriens liegt an einer schönen Bucht, wo Kiesstrand und üppige Vegetation das Landschaftsbild prägen. Der kleine Fischerort hat durch sein mediterranes Flair schon früh viele Prominente angezogen. Der Händler Prohaska aus Rijeka (1890) und der Triester Rechtsanwalt Filippini (1904) ließen hier ihre Sommerhäuser errichten. Die Anfänge des Tourismus reichen an das Ende des 19. Jh. zurück, als erste Ausflügler Rabac besuchten, die mit den Dampfschiffen des Triester Lloyd die Küste Istriens und des Kvarner erkundeten. Bereits 1912 ist Rabac ein Bade- und Kurort mit drei Hotel-anlagen: Albergo al Quarnero, Alla citta di Albona und Miramare. Im selben Jahr wird die Promenade am Meer entlang angelegt und am Strand eine Umkleidekabine aufgestellt. Das erste Hotel “Trieste” wurde 1924 geöffnet. Der Aufschwung von Rabac war in der Zeit von 1961 (Gründung des gleichnamigen Hotels) bis Anfang der 70er Jahre besonders intensiv, als die Feriensiedlungen Santa Andrea, Maslinica und Girandela entstanden sind. Wegen der Bergbaukrise in der Umgebung von Labin hat man gleichzeitig Familienhäuser errichtet, die an Touristen vermietet wurden.

Heute kann Rabac an einem Tag in Hotels, Campingplätzen, Appartements und Familienhäusern bis zu 10 000 Gästen aufnehmen. Außerdem bietet der Ort eine vielfältige Palette an gastronomischen Genüssen, Bootsausflüge und Sportaktivitäten. Wegen seiner guten Zugänglichkeit, der schönen Strände und des sauberen Meeres eignet sich Rabac besonders zum Familienurlaub.

Sport und Erholung: Spaziergänge entlang der Promenade am Meer, Radfahren, Tennis, Wassersportarten u.a. Sportzentren “Oliva” und “Proha-ska”.

 

L A B I N

LABIN, Stadt im Südosten Istriens, 5 km nordwestlich vom Hafen Rabac. Sie besteht aus zwei getrennten Teilen, der Altstadt auf dem Berg und dem neuen Stadtteil namens Podlabin. Sie liegt auf einem Karstfelsen, der steil zum Rabac Bach (RabaCki potok) und zur Küste abfällt; 320 m ü.d.M.; 9036 Einw.

Labin war zu Beginn des 19. Jh. das Zentrum der istrischen Bergbauindustrie. Nachdem die Kohlengrube geschlossen wurde, ließen sich die lokalen Obrigkeiten dazu anregen, die verlassenen Grubenschächte als Attraktion für Besucher zugänglich zu machen. Vom alten Stadtteil Labins öffnen sich Aussichten auf die UCka, Rabac, den Kvarner, den Gorski kotar und das Velebitmassiv. Die Bucht Prklog steht als Landschaft unter Naturschutz. Die Umgebung von Labin ist ein bekanntes Jagdgebiet. Während des Kultursommers in Labin finden Konzerte klassischer Musik statt (Juli – August).

Im unweit gelegenen Ort Dubrova befindet seit 1870 der Sitz des Mediterranen Bildhauersymposiums. Im Skulpturenpark sind Werke einheimischer und ausländischer Künstler ausgestellt. Das alljährlich stattfindende Symposium (1.7.–15. 9.) versammelt Bildhauer aus aller Welt.

 

G R O Z N J A N

GROZNJAN, Ortschaft im zentralen Teil Istriens, 8 km südöstlich von Buje; liegt am Nordausläufer der Hochebene über dem Mirna-Tal; 260 m ü.d.M.; 192 Einw. Im Rahmen des Revitalisierungsprojekts wird GroZnjan in letzter Zeit mit kulturellen Aktivitäten belebt (Sommermusikschule).

Der Tourismus entwickelte sich seit 1965, als GroZnjan zu einer Künstlerkolonie wurde. Die verlassenen Häuser wurden in Künsterateliers und Galerien umgebaut.

Heute vesammeln sich in GroZnjan junge Musiker aus aller Welt um das Internationale Kulturzentrum der Jungen Musiker. Im Ort finden jedes Jahr Kurse für einzelne Instrumente (Violine, Violoncello, Viola, Klavier, Orgel u.a.), Kurse für Orchester, Ballet, Rezitationen, Regie, Video- und Audioaufnahmen sowie Seminare für Architekten, Diskussionsrunden der Grünen (Umweltschutzthemen) und Yogakurse statt.

Das Gebiet eignet sich zum Wandern, Radfahren, Jagen und zur Speläologie. In GroZnjan gibt es ein Restaurant mit istrischer Küche. Im Sommer finden fast täglich Konzerte oder andere Musikveranstaltungen statt. Ende des Sommers wird das internationale Extempore der Malerei abgehalten.

 

P U L A

PULA, Stadt und Hafen im Südwesten Istriens. Die Stadt liegt im inneren Teil einer Bucht, die durch die Inseln Sveta Katarina, Sveti Andrija und Uljanik in drei Hafenbecken geteilt ist. Pula ist der bedeutendste und größte Hafen in Istrien, und die gut geschützte Bucht Pulski zaljev zählt zu den besten Naturhäfen an der Adria. Wegen seiner Größe, der guten Lage, zweier Zugänge (unmittelbar von der See oder durch den Kanal von FaZana) und der flachen Ufer hatte die gut geschützte Bucht von Pula seit jeher eine besondere strategische Bedeutung. Für die Landschaft ist das flache und offene Relief mit einer dicken Schicht Roterde typisch. Die einstigen Eichenwälder wurden auf niedriges Gebüsch reduziert; in der Umgebung von Pula wurden Kiefern angepflanzt. Die mittlere Lufttemperatur beträgt im Januar 5°C und im Juli 23,2°C; die mittlere jährliche Niederschlagsmenge beträgt etwa 880 mm. Während der Wintermonate wehen Bora und Schirokko; die Bora ist manchmal sehr stark und weht im äußeren Teil des Hafens. Pula ist ein wichtiges Wirtschaftszentrum mit entwickeltem Schiffbau (Werft “Uljanik”), Textil-, Metall- und Bauindustrie sowie Glasherstellung und ein bedeutendes touristisches Zentrum (Jachthafen). Die Bedeutung Pulas als Verkehrsknotenpunkt für gesamt Istrien ist insbesondere durch die Modernisierung des Flughafens gewachsen.

Die ersten Touristenausflüge nach Pula wurden zu Beginn des 19. Jh. verzeichnet. Giovanni Carrara, ein Konservator aus Pula, war 1828 als Reiseleiter zahlreicher berühmter Persönlichkeiten und organisierter Besuchergruppen tätig. Im Jahre 1832 besuchte auch der österreichische Kaiser Franz Ferdinand I. Pula. Der erste Reiseführer über Pula von Pietro Kandler (Cenni al forestiero che visita Pola – Hinweise für Ausländer, die Pula besuchen) in der Ausgabe des Österreichischen Lloyd aus Triest wurde 1845 veröffentlicht. Das erste für die Bürger und Touristen bestimmte Seebad Bagno Polese, zwischen der kleinen Insel Uljanik und dem Verwaltungsgebäude im Hafen, wurde bereits 1885 eröffnet. Danach wurden das kleine Strandbad “SakorDana” und das Marinebad auf der Insel Sveti Petar eingerichtet, wo nach einem festen Stundenplan zu unterschiedlichen Zeiten Männer und Frauen baden konnten. Während des 1. Weltkriegs wurde das Strandbad Zelenika eingerichtet und im Jahre 1936 das Seebad Stoja (Stabilimento bagni di Stoia). Riviera – das erste moderne Hotel in Pula wurde 1908 eröffnet. Zur Zeit der italienischen Herrschaft gab es einige Hotels: Miramare, Bologna, Milano und Centrale und zwei Sommerkolonien für Kinder: Principe di Piemonte auf Stoja und Sandro Mussolini auf Vargarola. In den 30er Jahren des 20. Jh. waren auch einige Reisebüros in Pula tätig. Der Tourismus erlebte in Pula seine Blütezeit in den 60ern, als längs der schönen, reich gegliederten Küste mit üppiger Vegetation südlich von Pula die ersten Feriensiedlungen gebaut wurden (Zlatne stijene, Ribarska koliba, Verudela).

Heute bietet Pula zahlreiche Erholungsmöglichkeiten, denn außer gut ausgestatteten Hotels und anderen Unterkünften gehören viele Sportplätze, Tanzterrassen, Diskotheken, Spielcasinos, Gaststätten und Restaurants sowie organisierte Ausflüge zum Angebot. In der Stadt liegen zwei Jachthäfen, die für den Nautiktourismus wichtig sind. Außerdem ist Pula ein bekanntes Kongreßzentrum (großer Kongreßsaal im Hotel Histria). Die Stadt kann man mit allen Verkehrsmitteln erreichen, besonders sollte man die Nähe zum Flughafen (6 km) hervorheben, der auch in den internationalen Luftverkehr eingebunden ist.
Veranstaltungen: das Kroatische Filmfestival findet seit 1954 jählich in der Arena statt (im Juli), das Festival der Unterhaltungsmusik “Arena” findet ebenfalls in der Arena statt (im Juli), Art & Music Festival - Rockmusikfestival (im August).

Pula ist auch ein beliebtes Sportzentrum, denn wegen des angenehmen Klimas, der gut ausgestatteten Sportplätze (Tennisplätze, Sporthallen, Fußballstadions, Fußballplätze, Leichtathletikstadion, Hallen- und Freibäder, Wassersportarten u.a.) sowie wegen der Nähe zum Flughafen richten viele in- und ausländische Sportmannschaften hier im Winter ein Trainingslager ein. Außer den gewohnten Sportarten auf dem Festland kann man auch unterschiedliche Wassersports betreiben.

Der Jachthafen ACI verfügt über 294 Liegeplätze im Meer und weitere 100 Plätze an Land für Boote von 6–18 m; der Jachthafen Veruda verfügt über 610 Liegeplätze im Meer und 150 an Land für Boote von 6–15 m.

 

  L O V R A N

LOVRAN, Stadt und Kurort an der Südostküste Istriens, 5 km südlich von Opatija; 3640 Einw. Die Umgebung von Lovran ist waldreich (Edelkastanien, bekannt wegen der Maronen, Lorbeeren und immergrüne Vegetation). Das Klima ist sehr mild: die durchschnittliche Lufttemperatur beträgt im Januar 5,8 °C und im Juli 23,3 °C; durchschnittlich verzeichnet man 2230 Sonnenstunden im Jahr. Die Stadt besteht aus dem alten, einst befestigten Kern an der Küste und einem höher liegenden Teil, der an den Abhängen der Gorica (712 m), einem Ausläufer der UCka, zerstreut ist; der Stadtkern an der Küste liegt auf einer kleinen Halbinsel. Nach 1885 wurde von Lovran eine Straße zur Eisenbahnstation Matulji und nach Rijeka durchbrochen. Um den alten Stadtkern Lovran und längs der Verkehrsstraße nach Rijeka wurden zahlreiche Hotelanlagen und äuser für den Winterurlaub und zur Erholung errichtet.Lovran ist neben Opatija der schönste Ferienort an der liburnischen Riviera mit vielen Parks und Gärten. Die Bauernhöfe haben sich den Bedürfnissen der Gäste angepaßt und sind auf Weinbau, Obst- und Gemüseanbau orientiert. Die rasche Entwicklung von Lovran hat auch den Fischfang begünstigt. Durch die Zuführung von Wasser aus der wasserhaltigen Zone am Fuße der UCka wurde auch der durch die Natur bedingte Hauptnachteil beseitigt, nämlich der Mangel an Trinkwasser. Von Lovran führt eine lange Strandpromenade nach Opatija und Volov-sko.

Der Tourismus entwickelte sich in Lovran vor etwa hundert Jahren (zwischen 1891 und 1893). Dazu trugen vor allem der touristische Aufschwung des nahegelegenen Opatija bei, d.h. der Bau der 12 km langen Strandpromenade von Volovsko über Opatija bis nach Lovran, der 1884 abgeschlossen wurde, sowie das Inverkehrsetzen der elektrischen Straßenbahn auf der Strecke Matu-lji–Opatija–Lovran (1908). Im Jahr 1905 wurde der Ort zu einem Luftheilort erklärt, die vielen Hotels und die gepflegte Umgebung haben Lov-ran zu einem mondänen Winterurlaubsort gemacht. Damals hielten sich zahlreiche berühmte Persönlichkeiten in Lovran auf (u.a. TomaS G. Masaryk, der erste Präsident der Tschechoslowakei). Anfangs war Lovran ein Winterurlaubsort, nach dem 2. Weltkrieg entwickelt er sich zum Sommerurlaubsort. Lovran ist bis heute als Seebad und nationales Kurzentrum bekannt (bekannte orthopädische Klinik). Das milde Klima (im Winter schützt der Gebirgskamm der UCka Lovran vor kaltem Wind, im Sommer mildert die von der UCka kommende Luftströmung die Hitze), die üppige mediterrane Vegetation und die gepflegte Umgebung machen den Ort zu einem der vornehmsten Sommerurlaubsorte in Kroatien. Außer zwei eingerichteten Stränden mit öffentlichen Bädern verfügt der Ort über zahlreiche kleinere Hotelstrände. Lovran bietet verschiedenste Unterkünfte (Hotels, Villen, Zimmer, Appartements), ein Sport- und Erholungsprogramm, vor allem Wassersports (Segeln, Wasserski), Sportangeln und Spaziergänge (lungomare).

Die wichtigsten Veranstaltungen sind: Feier zu Ehren des hl. Georg, des Schutzpatrons von Lov-ran (April), die Fischerfeste (Juni bis September), die Marunada – Fest anläßlich der Maronenernte (im Oktober), die Internationale Segelregatta (im November).

 

  O P A T J A

OPATIJA, Stadt mit Hafen, Ferien-, Bade- und Luftheilort am Fuße der UCka, an der Ostküste Istriens in der Bucht von Rijeka, 13 km südwestlich von Rijeka; 9073 Einw. Das karstige Küstengebiet, in dem Opatija liegt, ist vor Nord- und Nordwestwind geschützt. Das Klima ist wegen der verhältnismäßig milden Winter günstig; die mittlere Lufttemperatur beträgt im Januar 4,7 °C und im Juli 23,3 °C; jährlich werden 2230 Sonnenstunden verzeichnet. Die Vegetation ist entlang des schmalen Küstenstreifens immergrün; es gibt weder lockere Erde noch Wasserquellen. Die UCka hält die Feuchtigkeit und die Wolken auf, die von Westwinden hergetrieben werden, so daß es in Opatija weniger Niederschlag und mehr Sonnenstunden als in Rijeka gibt. Das Klima und die besonderen geschichtlich-geographischen Gegebenheiten haben die schnelle Entwicklung Opatijas bedingt. Die Fertigstellung der Bahnstrecke Wien– Triest (1857) und die Abfahrt von Pivka (damals Sent Peter) nach Rijeka (1873) haben Opatija für Wiener leicht zugänglich gemacht. Opatija war wegen des milden Klimas schon in der ersten Hälfte des 19. Jh. bekannt. Der Hafen besteht aus einem Pier und einem geschützten Becken. Der innere Hafenteil ist vor allen Winden geschützt, außer denen aus dem I. Quadranten; die Bora ist mäßig und weht aus östlicher Richtung; der Süd- und der Westwind sind relativ stark und lassen Schwell entstehen. Der äußere Teil des Hafens ist für größere Schiffe zugänglich, an der Innenseite können kleinere Schiffe anlegen. Der Ankerplatz liegt 500 m vom Hafen entfernt, es ist jedoch bei starkem Wind aus dem östlichen und dem südöstlichen Quadranten sehr gefährlich, vor Anker zu gehen. Opatija verfügt auch über einen Jachthafen.

Opatija, oft als “adriatisches Nizza” bezeichnet, ist einer der bekanntesten Fremdenverkehrsorte in Kroatien und die Stadt mit der längsten Fremdenverkehrstradition an der Ostküste der Adria. 1844 errichtete der Großhändler Higinio Scarpa die “Villa Angiolina” mit herrlichen Grünanlagen und einem wunderschönen Park, die von hochkarätigen Gästen – dem kroatischen Banus Josip JelaCiC, der österreichischen Kaiserin Maria Anna – besucht wurde, was dazu beitrug, daß Opatija rasch der beliebteste Ausflugsort der Einwohner von Rijeka und danach von Italienern und Österreichern wurde. Opatija führte als erster Ort an der Adria bereits 1883 eine touristische Statistik ein. Das erste Hotel an der Adria unter dem Namen “Kvarner” errichtete die Gesellschaft der Südbahn im Jahre 1884; seine Lage an der Meeresküste und die luxuriöse Ausstattung zog ausschließlich prominente Gäste an. Unmittelbar nach dem Bau des Hotels “Opatija” wurde der Ort als mondäner Sommerferienort berühmt, so daß längs der 12 km langen Strandpromenade (lungomare) auf der Strecke Volosko–Opatija–Lovran bald ein Gebirgspfad von Opatija nach Veprinac und weiter zum UCkamassiv angelegt wurde. Schon 1889 wurde Opatija zum ersten Luftheilort an der Adria erklärt, was seinen Status des vornehmsten Ferien-ortes gefestigt hat. Die zahlreichen Touristen und Eigentümer der Villen haben exotische Pflanzen (Palmen, Kakteen, Mamutbäume u.a.) angebaut und so zur hortikulturellen Vielfallt beigetragen. Opatija war so attraktiv, daß es Ende des 19. und Anfang des 20. Jh. von vielen namhaften Persönlichkeiten besucht wurde – der Prinzessin Luise von Sachsen Coburg, dem rumänischen König Karl I., dem schwedisch-norwegischen König Oskar u.a. Der Aufschwung des Tourismus setzt sich in Opatija bis zu den heutigen Tagen fort. Das günstige Klima, die gepflegte Umgebung, die eingerichteten Badeanstalten sowie der ganzjährige Hochbetrieb machen Opatija auch heute zu einem der elitärsten Ferienorte in Kroatien. Den Gästen stehen etwa 20 Hotels, viele hervorragende Restaurants und Sportplätze zur Verfügung. An Erholung und Unterhaltung fehlt es in Opatija nie. Neben dem Hotel “Admiral” liegt ein Jachthafen, der das ganze Jahr über Boote aufnehmen kann. Zahlreiche Veranstaltungen in Opatija sind wegen ihrer langen Tradition und dem hohen Niveau bekannt: der Karneval (Januar / Februar), die Internationale Segelregatta (im Mai), der Segelcup Opatija (im November). Opatija ist auch eines der wichtigsten Kongreßzentren in Kroatien.

Der Jachthafen Admiral verfügt über 200 Liegeplätze im Meer und weitere 40 Plätze an Land.

 

R I J E K A

RIJEKA, Stadt und Hafen in der gleichnamigen Bucht an der nördlichen, am tiefsten ins Festland eingeschnittenen Küste des Golfs von Kvarner; 167 964 Einw. Die mittlere Lufttemperatur beträgt im Januar 5 °C und im Juli 22,8 °C. Jährliche Niederschlagsmenge 1600 mm; im Durchschnitt 2120 Sonnenstunden im Jahr. Dank der guten Verkehrsverbindungen mit dem Binnenland, der modernen Hafenanlagen und der starken Seefahrts- und Handelstradition hat sich Rijeka zum größten Hafen Kroatiens entwickelt. Sie ist ein wichtiges europäisches Hafenzentrum für den Transitverkehr. – Die intensivere Entwicklung der Stadt beginnt im 18. Jh. mit dem Bau der “Luisenstraße” (1810 bis Karlovac), des Hafens und besonders der Eisenbahnstrecke nach Zagreb und Ljubljana (1873) bzw. nach Budapest und Wien. Zwischen den beiden Weltkriegen, als Rijeka von seinem unmittelbaren Hinterland abgetrennt war, verlor der Hafen von Rijeka seine bisherige Bedeutung, aber sein östlicher Teil, der Hafen SuSak, erlebte damals einen Aufschwung. Nach 1945 wird Rijeka wieder zum großen Handels- und Seefahrtszentrum (Sitz einiger Reedereien) mit einer entwickelten Industrie (Schiffbau, Erdölraffinerie, Dieselmotorenfabrik, Schiffshebewerke, Schiffsausstattungen, Papierfabrik u.a.). Die Stadt ist darüber hinaus ein Kultur- und Kunstzentrum, mit einer Fülle von Kultur- und Bildungsanstalten und Schulen (einige Hochschulen). In Rijeka spielen heute Industrie, Verkehr und Dienstleistungen eine große Rolle, während Fremdenverkehr, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischfang ihren Schwerpunkt in der unmittelbaren Umgebung haben. Rijeka ist ein wichtiger Knotenpunkt der Verkehrswege, die aus Mitteleuropa an die mittlere oder südliche Adria führen. Es ist auch eine wichtige Straßenkreuzung für Verbindung mit dem Binnenland über den Gorski kotar, wo das dinarische Gebirgsmassiv nur 40–50 m breit ist. Die Verkehrsstraßen führen aus Rijeka in Richtung Norden, zur slowenischen Grenze, nach Istrien sowie zu den südlichen Küstengebieten. Die Stadt ist auch ein bedeutender Eisenbahnknoten. Der Flughafen “Rijeka” liegt unweit von OmiSalj auf der Insel Krk.

Das Stadtbild von Rijeka ist durch seine geographische Lage geprägt. Hier erblickt der Besucher, sei es daß er mit dem Wagen oder mit der Eisenbahn reist, zum ersten Mal das Meer. Die Zufahrtsstraßen nach Rijeka bieten schöne Aussichten sowohl aus westlicher als auch aus östlicher Richtung, am meisten beeindruckt jedoch der Anblick bei der Ankunft mit dem Schiff. Die natürliche Umgebung, die Kulturdenkmäler, das Mittelmeerklima sowie die nähere und entlegenere Gebirgslandschaft prägen gleichfals das Stadtbild. Die Gegend um Rijeka ist eines der entwickeltesten touristischen Gebiete in Kroatien; seine Fremdenverkehrstradition reicht bis zur Mitte des 19. Jh. zurück. In diesem Gebiet hält sich mehr als die Hälfte aller ausländischen Gäste auf, die Kroatien besuchen. Obwohl Rijeka wegen seiner stark in den Vordergrund tretenden Industrie kein typischer Fremdenverkehrsort ist, spielt der Tourismus in der drittgrößten Stadt Kroatiens und wichtigem Handelszentrum eine große Rolle. Hier finden zahlreiche Messen statt: Frühjahrsmesse (im April), Nautica, Automobilausstellung (im Mai), Nordadriatische Messe (im Oktober) und Weihnachtsmesse, so daß viele Geschäftsleute die Stadt besuchen. Der Kongreßtourismus nimmt heute an Bedeutung zu. Dabei darf man nicht vergessen, daß Trsat der wichtigste Wallfahrtsort in diesem Teil Kroatiens ist (10. 5. Feiertag der Muttergottes von Trsat und Seefahrertag, 15.8. Mariä Himmelfahrt, 8.9. Mariä Geburt). Daher kommen auch zahlreiche Pilger nach Rijeka. Die Stadt ist mit Opatija, dem ältesten und berühmtesten Fremdenverkehrsort in Kroatien, fast zusammengewachsen.

Den Gästen werden außer guten Unterkünften, Geschäften, Theaterveranstaltungen und Unterhaltung auch renommierte Veranstaltungen geboten: das Biennale der Jugend, eine internationale Ausstellung junger Künstler – Maler, Bildhauer, alternative Kunst (1.7.–30.9.), der Sommer in Rijeka, Musik- und Theatervorführungen in der Altstadt, auf dem Trsat, im St.-Veit-Dom (im Juni und Juli), Melodien Istriens und Kvarners (Ende Juni), Mariä Himmelfahrt – Trsat (15. August), “ZajCevi dani” (November), St. Veit, Feiertag des Schutzpatrons von Rijeka (15. Juni), Karneval in Rijeka, der größte Karnevalsumzug in Kroatien (Februar) u.a

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